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Praxisbeispiel · Sitzplatzplanung

Jede Gruppe zählt.Jeder Platz ist wichtig.

Sitzplatzkapazität innerhalb festgelegter Regeln besser nutzen.

Für die Veranstaltungsplanung während der Pandemie entwickelt, verbindet dieser Optimierungsansatz Gruppensitzplätze, Veranstaltungsgeometrie und Abstandsvorgaben in einem Modell.

01 / Die Herausforderung

Gruppen zusammenhalten. Vorgaben berücksichtigen.

Bei der Wiederöffnung während der Pandemie mussten Arenen unterschiedlich große Gruppen unterbringen und vorgeschriebene Abstände einhalten. Unregelmäßige Sitzblöcke, Einschränkungen an Gängen und eine begrenzte Gruppenzahl je Reihe erschwerten die manuelle Planung. Ein starres Belegungsmuster konnte nutzbare Kapazität ungenutzt lassen.

02 / Der Ansatz

Den Sitzblock als Planungsmodell abbilden.

Das Modell bildet jeden Block als Raster aus Sitzplätzen, Gangplätzen und nicht nutzbaren Flächen ab. Es platziert Gruppen gemeinsam in einer Reihe und reserviert den erforderlichen Abstand um jede Gruppe. Als Ziel kann die Besucherzahl maximiert oder eine Priorisierung etwa von Dauerkarteninhabern, Sponsoren und VIP-Gruppen berücksichtigt werden.

03 / Die Anwendung

Sitzvergabe und Kapazitätsentscheidungen unterstützen.

In Zusammenarbeit mit dem VfL Osnabrück wurde das Stadion durch 16 Sitzblöcke abgebildet. Historische Ticketverkäufe lieferten die Grundlage für den angenommenen Gruppenmix. Neben der Zuordnung bekannter Buchungen kann der Ansatz Plätze für den Verkauf bestimmen und die Kapazitätswirkung verschiedener Gruppenmischungen und Abstandsregeln vergleichen.

Studienergebnisse

Mehr zugewiesene Plätze bei gleichen Regeln.

+12,2 %

relative Steigerung der zugewiesenen Plätze

+241

Plätze: 2.213 statt 1.972

Die Veröffentlichung vergleicht optimierte und Referenzbelegungen für 16 Blöcke mit 5.937 Plätzen, geschätzter Nachfrage für Gruppen von zwei bis sechs Personen und den festgelegten Abstandsregeln der Saison 2020/2021. Es handelt sich um Ergebnisse der Sitzplatzplanung, nicht um gemessene Besucher- oder Umsatzsteigerungen.

Illustrative Szenarien

Wie Regeln die Belegung verändern.

Der gleiche Beispielblock besitzt 630 Plätze einschließlich der Gangplätze. Die beiden Belegungen verwenden unterschiedliche Abstandsvorgaben; ihr Kapazitätsunterschied entspricht nicht der berichteten Verbesserung von 12,2 % aus der Stadionstudie.

  • Verfügbar / unbelegt
  • Gangplatz
  • Nicht nutzbare Fläche
  • Zugewiesener Platz

Der Sitzblock

630 verfügbare Plätze

Beispielblock mit 630 Plätzen, darunter 58 Gangplätze, und unregelmäßigen nicht nutzbaren Flächen.

Das Raster unterscheidet nutzbare Plätze, Gangplätze und Flächen wie Treppen oder Infrastruktur.

Größere Abstände

138 Plätze · 21,9 %

Illustrative Belegung mit 138 Plätzen, größeren Abständen und freigehaltenen Gangplätzen.
  • Zwei Reihen vertikal; zwei Plätze horizontal; ein Platz diagonal.
  • Gangplätze bleiben frei; höchstens zwei Gruppen je Reihe.

Geringere Abstände

237 Plätze · 37,6 %

Illustrative Belegung mit 237 Plätzen, geringeren Abständen und nutzbaren Gangplätzen.
  • Eine Reihe vertikal; ein Platz horizontal; ein Platz diagonal.
  • Gangplätze nutzbar; keine Begrenzung der Gruppenzahl je Reihe.

Projektvideo

Den Planungsansatz kennenlernen.

Ihr Veranstaltungsort

Kapazitätsentscheidungen fundiert treffen.

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Die Forschung hinter dem Projekt

Dkaidik, U., & Koch, M. Arena Seat Planning under Distancing Rules. Forschungsmanuskript, Universität Hamburg, Institut für Logistik, Transport und Produktion.